„Ich wusste stets, wie viele Story Points unser Team letzten Sprint geliefert hat, aber was unsere Arbeit tatsächlich wert war – davon hatte ich keine Ahnung!“
Kennst du das?
Ich meine, jedes Software-Team das ein bisschen was auf sich hält, macht heutzutage Scrum. Aber woran erkennst du eigentlich, ob du gut bist?
Vor einiger Zeit hätte ein Tool wie dieses hier einiges erleichtert, aber im Alltagsstress sich so tief in diese Thematik einarbeiten? Das war einfach nicht drin.
Deshalb habe ich dir ein Tool gebaut, mit dem du deinen Teamwert herausfinden kannst. Das Ergebnis des Tools ist nicht 100% wissenschaftlich korrekt und ich würde auf dieser Basis auch keinen Acqui-Hire bewerten (das ist ein Kauf eines Teams), aber du kriegst einen ziemlich guten ersten Eindruck. Falls du es genauer brauchst oder einfach interessiert am Thema „Spitzen-Teams und Team-Bewertung“ bist, empfehle dir mein Buch dazu.
Kleine Vorwarnung: Habe nicht zu viele Erwartungen an deinen Teamwert, dann fällt er vielleicht sogar besser aus, als du es gedacht hast. Jedenfalls, in den meisten Fällen musst du kein Spitzen-Team haben, aber manchmal willst du es einfach.
Braucht Teamwert Fleiß?
In meinem Buch taucht Andi auf. Ein Product Owner, der seit einer gefühlten Ewigkeit sehr zuverlässig liefert. Er liefert pünktlich, sauber und sein Team ist diszipliniert. Eigentlich perfekt, oder?
Dann wurde die Position „Head of Product“ frei und wer wurde nicht dafür ausgewählt?
Du ahnst es schon: Natürlich Andi.
Und der Grund war explizit nicht: Schlechte Arbeit.
Woran lag es also dann?
Daran, dass Fleiß und Prozesstreue nur einen Bruchteil dessen ausmachen, was ein Team wirtschaftlich wert ist. Macht Sinn? Wahrscheinlich noch nicht.
Es gibt eine sehr große Studie (Verwijs & Russo mit fast 2.000 Scrum-Teams), die zeigt, dass das Grundspiel verlässliche Prozesse, saubere Kommunikation, und funktionierende Zusammenarbeit ist. Und trotzdem bleiben, die das Grundspiel beherrschen, systematisch(!) unter ihrem Potential. Krass, oder?
Okay, okay – du ahnst es wahrscheinlich schon. Aber, was du wahrscheinlich nicht ahnst, wie krass der Unterschied ist.
Kleines Ratespiel: Was denkst du, wo ist die Grenze, wie viel das Grundspiel in Prozent ausmacht?
10 Prozent, 45 Prozent oder 75%?
Hast du eine Zahl vor dir auf einen Zettel aufgeschrieben?
Super. Es sind nämlich rund 10%!
Das bedeutet, der Wert eines Teams, dass das Grundspiel beherrscht liegt bei 10% ihres Potentials! Und ich betone nochmals: NICHT, weil sie schlecht arbeiten, sondern weil sie letztendlich an der falschen Stelle die Axt schärfen.
Woraus entsteht dann eigentlich dieser ominöse Teamwert?
Es hat nichts mit einem Gefühl zu tun. Ja, du kannst dein Team mögen und ja, du solltest es sogar mögen und JA, es wird verdammt hart sein, sein Team bei einem Verkauf letztendlich aufzugeben, wenn man da wirklich einiges reingesteckt hat. Aber eine finanzielle Bewertung in Euro bleibt eine Zahl.
Letztlich gibt es dann doch einige Bausteine, die wir uns anschauen wollen, wenn wir den Teamwert eines Scrum-Teams herausfinden wollen.
Zunächst einmal gibt es zwölf Grundkompetenzen. Dazu gehören so Themen wie Fehler selbst zu melden statt zu warten, bis die Nutzer sie report, Blocker früh zu erkennen, Vorzögerungen zu kommunizieren, aus Lieferdaten (also den letzten Sprints) lernen – sowas eben.
Sie sind notwendig, aber im Grund noch recht austauschbar. Vieles davon lernen wir ALLE letztendlich mehr oder weniger gut in der Schule.
Im Umkehrschluss heißt das: Fast jedes Team kann diese Grundkompetenzen lernen. Macht Sinn?
Spannend wird’s in dem Moment, in dem wir über den „Elite-Faktor“ sprechen. Das sind fünf seltene Verhaltensweisen, die überproportional stark über den wirtschaftlichen Wert entscheiden.
Ich vermute, du hast das wahrscheinlich schon gefühlt 100.000x gehört, in jedem Scrum-Vortrag, in jeder Scrum-Schulung, auf jeder Scrum-Unkonferenz: Das Sprinz-Ziel soll echte Entscheidungen beeinflussen und nicht nur mal im Sprint Planning erwähnt werden. Du kennst das sicher, wenn das Team kurz gefragt wird, sind alle Einverstanden mit dem Sprint-Ziel und dann juckt es niemanden mehr…
Die Studien sagen, dass es eine nicht zu unterschätzende Bedeutung bei der Definition of Done gibt. Google bitte nach, falls du gerade nichts damit anfangen kannst.
Ich weiß, das was jetzt kommt ist echt nervig und es wäre doch viel besser, wenn wir das komplett aus dem Job streichen könnten, aber der Kontakt zu echten Menschen (gemeint sind Kunden) macht bei einem Team massiven Unterschied. So als Impuls zur DORA-Zahl: 40 Prozent höhere organisatorische Leistung – der stärkste einzelne Werttreiber der Forschung.
Und die vierte sind Rückblick-Meetings, die TATSÄCHLICH etwas verändern und nicht nur damit enden, dass alle nicken und man sich am nächsten Sprintende dann fragt, ob jemand sich noch an die Beschlüsse aus dem letzten Meeting erinnert. Kennst du auch, oder?
Die fünfte ist der eigene Beitrag am Produktergebnis statt am Ticket-Durchsatz und was letztlich gemessen wird.
Entscheidend, auch im Tool ist, dass Basis-Score und Elite-Faktor nicht addiert werden, sondern multiplikativ behandelt werden. Warum? Weil sich das am Profifussball orientiert, wo Ausdauer allein noch nie einen Aufstieg erzeugt hat. Jetzt macht es endlich Sinn, oder?
Fakt ist: Ein niedriger Elite-Faktor-Score zieht einen exzellenten Basis-Score SPÜRBAR und zwar wirklich spürbar nach unten.
Deshalb fällt der Teamwert oft niedriger aus als das reine Bauchgefühl vermuten ließe.
STOP HALT: Ein niederiger Teamwert ist KEIN Warnsignal!
Ein hoher Teamwert ist per Definition selten. Du kennst vielleicht das Beispiel, dass sich 82% der deutschen Autofahrer für überdurchschnittliche Autofahrer halten. Merkst du was? Das kann gar nicht funktionieren!
Im Fußball ist es noch krasser: Nur rund 3,5% der Nachwuchsspieler schaffen es in die europäischen Top-5-Ligen.
Jetzt sollte man sicher darüber diskutieren, was ist nun Elite und was nicht. Aber wenn wir das mal nicht so streng nehmen und uns an der DORA-Forschung orientieren, dann erreichen nur 7-26% aller Organisationen etwas wie einen Elite-Status.
Was für dich bedeutet: Wenn dein Teamwert im mittleren Bereich landet, bist du weiterhin in guter Gesellschaft.
Es kommt jetzt also nicht darauf an, ob du jemals zur Weltelite gehören wirst, sondern ob du es versuchst.
Wie entsteht nun endlich dieser Teamwert?
Der Team-Wert Check stellt 68 Fragen zu 17 Themen und mischt sich bunt durch, so dass du nicht sagen kannst, die wertvollen Fragen sind alle am Anfang oder am Ende. Also bitte bis zu Ende machen! Ich weiß, 68 Fragen sind eine Menge, aber du willst ja auch was halbwegs handfestes.
Wichtig ist: Keine der Fragen fragt nach deinen Gefühl. Hier geht es wirklich um Messung. Es darf aus der Erinnerung sein, aber es geht nicht um ein bloßes Bauchgefühl. Wenn du es wirklich genau wissen willst, dann beobachte! (Tipp: Dein Scrum-Master kann da einer hervorragende Anlaufstellen sein!)
Stattdessen fragt jede Frage nach einem konkret Zeitpunkt: Insbesondere, wann ist diese oder jene Verhaltensweise zuletzt aufgetreten.
Du kannst den Test auch machen, wenn du kein SCRUM Team bist, aber es verwendet beispielsweise Sprints als Zeiteinheit, also der fest definierte Zeitraum für ein Arbeitspaket.
Am Ende aller Antworten gibt es für das Tool eine Obergrenze. Die Bestwert-Skala endet hier bei 10 Mio Dollar. Also laut dem Tool, kann dein Team nicht mehr Wert sein als 10 Mio Dollar. Wie ich gerade auf diese Zahl komme, kannst du meinem Buch entnehmen, falls es dich näher interessiert.
Und zum Schluss gibt dir das Tool noch konkrete Tipps basierend auf deinen vorherigen Antworten.
Es wird Zeit, deinen eigenen Teamwert zu entdecken!
Der Check dauert etwa 10 Minuten und läuft komplett im Browser. Was bedeutet, dass keine Datenübertragung deiner Antworten nirgendwohin läuft.
Und hier ist endlich der Link zum Tool:
Wenn du tiefer einsteigen willst, wenn du die komplette Formel-Herleitung vielleicht für eine reale Acqui-Hire-Frage für dein Team möchtest, dann findest du das in meinem Buch „Das 10-Millionen-Dollar-Team“.
(LINK -> Coming Soon – sprich mich bis dahin bitte direkt an)